Oct 201628Fri
29Sat
16.00 o'clock – 18.00 o'clock
Friedrichshafen | Construction Site ZF Campus, von Soden Forum

Symposium "From Social Sculpture to Art Related Action"

Ein internationales Symposium zu "Socially Engaged Art"

Detaillierte Informationen finden Sie auf der artsprogram Website: https://www.zu.de/universitaet/artsprogram/symposium_social_scultpure.php


Vor einigen Jahren wurden politische Kunst und künstlerischer Aktivismus noch als marginale Ismen bzw. periphere kunstgeschichtliche Genres diskutiert. Heute dagegen sind sie aus sozialen Bewegungen und politischen Netzwerken kaum mehr wegzudenken. Die sogenannte „Socially Engaged Art“ und aktivistische Kunstpraktiken bedienen mittlerweile kein erlesenes Kunstpublikum mehr, sondern haben einen festen Platz in politischen Protestbewegungen, informeller Stadtplanung und Community-Building-Projekten. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung scheint es geboten, die Historie dieser Transformation genauer in den Blick zu nehmen und danach zu fragen, welche unterschiedlichen Ansätze, Experimente, Chancen und Risiken seit den 1970er Jahren im Umfeld sozial engagierter Kunstpraxis zu beobachten sind und wie sich diese in die Gegenwart fortschreiben – oder eben auch nicht. Diesen Fragen nachzugehen, ist das Ziel des Symposiums „From Social Sculpture to Art Related Action“.

Thematischer Ausgangspunkt des Symposiums ist dabei das „Archiv für Soziale Plastik",
welches sich seit 2015 an der Zeppelin Universität befindet. In diesem Archiv hat der Verleger und Kunstvermittler Rainer Rappmann über Jahrzehnte umfangreiche Materialien zur Entwicklung des von Joseph Beuys geprägten Konzeptes der „Sozialen Plastik“ versammelt. Dieses Archivmaterial wird an der Zeppelin Universität in einer Aufarbeitung und Aktualisierung des Künstlers Christof Salzmann präsentiert

Die Geschichte des Begriffs der „Sozialen Plastik“ ist eng verbunden mit der des sogenannten „Achberger Kreis“. Zu Beginn der 1970er Jahre trafen sich in Achberg im Allgäu eine Gruppe von Sozialwissenschaftlern, Aktivisten, Lehrern, Designern und Künstlern, um unter dem Begriff „Der Dritte Weg“ nach alternativen Gesellschaftsmodellen zu suchen. Seit 1973 fanden dort große Sommerkongresse statt, die inspiriert von einem geistig-politischen Aufbruch dieser Zeit Wirtschafts- und Gesellschaftmodelle jenseits von Kapitalismus und Staats-Sozialismus diskutierten und Ansätze eines ökologischen Humanismus entwickelten. In diesem Rahmen ergaben sich nicht nur entscheidende Impulse für die Gründung der Partei „Die Grünen“ sondern auch für das Beuys'sche Konzept des „Erweiterten Kunstbegriffs“.

Das Symposium stellt die Erforschung dieser historisch bedeutsamen Quelle in den Mittelpunkt und gliedert sich dabei in drei thematische Felder: Es beginnt in einem ersten Teil mit einer Vorstellung der historischen Bewegung in Achberg, ihrer Konzepte und Praktiken. Im Anschluss erfolgt eine kunsthistorische Perspektivierung der Ansätze, die im Kontext der „Free International University“
von und mit Joseph Beuys entwickelt wurden. Dabei wird beleuchtet, was an diesen Strategien inzwischen überholt und was möglicherweise immer noch aktuell sein könnte. In einem dritten
Schritt soll diskutiert werden, welche gegenwärtigen Entwicklungen sich demgegenüber im Bereich Aktivismus und der „Socially Engaged Art“ ausmachen lassen und welche gesellschaftliche Reichweite diesen Praktiken heute beigemessen werden kann.

Veranstalter des Symposiums ist das „artsprogram“ der Zeppelin Universität, welches über ein vielfältiges Programm künstlerische Praktiken in die wissenschaftliche Arbeit, die Lehre und das öffentliche Leben der Universität integriert. Das Symposium findet in deutscher und englischer Sprache statt. Die Beiträge werden simultan übersetzt.

Vortragende, Künstler und Moderator*innen
Cara Jordan (USA), Grant Kester (USA) Andrew McNiven (GB) Christiane Meyer-Stoll (D) Rainer Rappmann (D) John Roberts (GB) Christof Salzmann (D) Ulrike Shepherd (D) Johannes Stüttgen (D) Karen van den Berg (D)


Gefördert wird das Symposium durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, aus Mitteln des „Innovationsfonds Kunst 2015“.

Innovationsfonds Kunst Baden-Württemberg
Language
Deutsch
Event type
Public
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