Creativity & Performance | Archive

The seminar "Creativity & Performance" (formerly known as "Creative Performance) has been established at Zeppelin University since 2013. Descriptions and impressions of preceding workshops can be found here.

Fall Term 2017

Das Modul ist thematisch an der Frage: ‚Wie kommt das Neue in die Welt?‘ ausgerichtet. In Zeiten einer sich zunehmend verändernden Arbeitswelt spielt Erfindungsgeist und schöpferisches Handeln eine immer größere Rolle. Dabei gilt es nicht nur dem Versuch kontinuierlich Neues zu erschaffen auf die Spur zu kommen, sondern ebenso die Entstehungsbedingungen des Niedagewesenen genauer zu erkunden. Welche Imaginations- und Innovationstechniken stehen zur Verfügung um neue Ideen zu entwickeln? Gleichzeitig stellt sich die Frage, inwiefern das Neue nicht auch einer Sphäre des Unberechenbaren entspringt, dem Chaos, Zufall oder der Katastrophe.


Workshops Yoga und Design

Ritual and Modification


Auf der Suche nach dem, wie das Neue in die Welt kommt werden wir den vorgefundenen Produktionsort in ein mobiles und in die Architektur der Zeppelin Universität eingreifendes temporäres Labor verwandeln und dem kreativen Prozess eine performative Qualität geben. Der unberechenbare spielerische Verlauf wird zu einer intervenierenden Praxis bestehender Raumvorstellungen. Lassen sich die Funktionen der Werkzeuge auf den Körper und umgekehrt die im Körper angelegten mechanischen Qualitäten auf die Werkzeuge übertragen und was bedeutet es für den im öffentlichen Raum stattfindenden unmittelbaren Prozess? Durch das parallele Erlernen der klassischen Yogastellungen lernen wir strukturell einsetzbare Handlungsformen mit handwerklicher Praxis in Verbindung zu bringen. Dabei können dinghafte Erfahrungen von überraschenden Momenten gemacht werden.

Workshops Zeichnen und Sound

Zeichnen


‚Draw a distinction and a universe comes into being‘
George Spencer Brown, Laws of Form (1969)


Wie schaffen wir Neues, wenn wir Linien auf weisses Papier zeichnen.
Wie entsteht Neues, wenn wir Linien in bestehende Fotografien schneiden.
Und wie lassen sich diese unterschiedlichen Zugriffe auf die Welt verbinden.


Wir suchen nach dem Neuen, das aus dem Bestehenden hervorgeht. Die Wandlungsfähigkeit der gezeichneten Linie kombinieren wir mit dem gestaltenden Schnitt in die fotografische Realität. Collage und Zeichnung: wir üben die agilen Entscheidungsstrukturen zwischen Erfinden und Finden. Wir beobachten und steigern das Zusammenwirken von geführter Linie und materieller Eigendynamik. Die gezielte Wechselwirkung zwischen Plan und Überraschung ist somit gleichzeitig Thema und gestalterische Handlungsweise. Unsere bildnerische Arbeit fokussiert dabei auf das Maß an Beständigem im Neuen und das prägende Verhältnis zwischen den anthropologischen Grundkonstanten und der Innovation. Die Betrachtung von Kunstwerken begleitet und schärft unser bildnerisches Handeln und Denken.


Sound
Stottern – ein Konzert für Stimmen, Mikrofone und Drumcomputer


Der Workshop beginnt mit kurzen Interviews, die wir miteinander zum Thema „Wie kommt das Neue in die Welt“ führen und akustisch aufzeichnen. Wir hören uns das Material an, belauschen uns selbst: Was liegt zwischen den Zeilen? Was schwingt mit? Was haben wir vielleicht gesagt, ohne es zu wissen? Wir suchen nach Rhythmen und Melodien in der Sprache, nach der Musik des Sprechens. Wir loopen Satzfragmente aus den Interviews und sprechen sie nach. In musikalischen Sessions entwickeln wir aus den Interviews kleine Sprachkompositionen und Songs. Es geht um ein Spiel mit Wiedergabe und Wiederholung, mit Übersetzungen und ihren Fehlern. Wir zelebrieren den Groove des Stotterns, des Zögerns, das äh, das mmh, die Poesie von Versprechern. Es entsteht ein Konzert für einen Drumcomputer, mehrere Mikrofone und Stimmen, das wir nach dem Workshop präsentieren.

Spring Term 2017

Thematisch sind die Workshops an dem Begriff ‚Einfachheit’ ausgerichtet. In der politischen Sphäre erleben Strategien der Vereinfachung derzeit eine fragwürdige Konjunktur. In künstlerischen Praktiken verweisen Reduktion und Purismus auf eine ganz andere Tradition. Im Spring Term 2017 will die Lehrveranstaltung Kreative Performanz deshalb dem Begriff der Einfachheit durch unterschiedliche künstlerische Produktionsformen auf die Spur kommen. So soll reflektiert werden, worin der Unterschied besteht zwischen einem Kondensat des Komplexen und einer verzerrenden oder verfälschenden Simplifizierung. Was ermöglicht es zu einer ‚Essenz der Dinge’ vorzudringen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, ohne unzulässig zu verkürzen?


Workshop Yoga und Design
Basic postures and simple structures


Die Suche nach der Einfachheit drückt unser Bedürfnis nach Klarheit, (Selbst-) Verständnis und Angemessenheit aus. Einfachheit ist das Resultat eines Abstraktionsprozesses. Der Yogi spricht von ‚high thinking, simple living’. Es geht darum das Eigentliche vom Nichteigentlichen zu trennen. Abstraktes Denken und einfache Lebensweise bedingen einander, da der von Bedürfnissen gesteuerte Geist die gesuchte Einfachheit nicht einlösen kann. Im Rahmen des Workshops werden wir


  1. Die Grundpositionen (Asanas) des klassischen Hatha Yoga erlernen
  2. Geometrische Strukturen mit körperspezifischen Maßen und Proportionen herstellen
  3. Ein Handlungsfeld mit selbstbestimmten Handlungsanweisungen entwerfen
  4. In einer Performance Strukturen und Asanas in einen aktiven Handlungszusammenhang stellen
  5. Den gesamten Prozess filmisch dokumentieren


Workshop Video/Film und Zeichnen
Zeichnen: Die komplexe Einfachheit der Zeichnung oder: Mit 80 Metern Linie um die Welt


Die einfache mediale Basis des Zeichnens besticht durch ihre enorme Wandlungsfähigkeit: aus einem Meter Linie können Wörter und sie aussprechende Münder, Meteorite und ihre Bahnen geformt werden. Mit einem Minimum an materiellem Aufwand stehen wir im Zentrum der Fügungsvorgänge von Bedeutungen. Das Blatt als Bühne ist schlicht und gerade dadurch ist seine Reichweite so weitläufig wie das Vorstellungsvermögen. Insbesondere in den energischen Übergängen zwischen Bild und Sprache können wir mit reduzierten Mitteln komplexe Verhältnisse aufrufen und ballastlos beobachten. Dabei verlassen wir die affirmativen Parallelbewegungen, wie sie in Bild und Legende oder Text und Illustration geläufig sind. Wie kann ein Wort das Bild aus der Reserve locken und wie eröffnet das Bild dem Wort einen ungeahnten Horizont?


Video/Film

Im Workshop bilden Sie kleine Impro-Teams und Sie bekommen einige strenge Vorgaben, um die theoretisch endlosen Möglichkeiten des Mediums einzugrenzen. Anhand von Material, das die Dozentin mitbringt, entwickeln Sie Assoziationen, Bilder oder Geschichten. Im Workshop entwickeln Sie ein kleines Video (eher eine Fingerübung oder Skizze). Zu Beginn gibt's eine kleine Einführung mit Filmbeispielen.

Fall Term 2016

Welche Klänge sind im Gebäude der ZU leicht zu finden und wo ruhen welche im Verborgenen? Welche Form und welches Design korrespondiert mit welchem Klang oder welcher Musik? Wie führe ich die nach außen gerichteten Sinne zu einer „inwändig“ gerichteten Konzentration? Und wie kann ich die erworbene Präsenz performativ sichtbar machen oder mit anderen teilen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich im Fall Semester 2016 mehr als 100 Studierende der ZU. Mit dem Künstler und Körpertrainer Immanuel Grosser, dem Designer Dominik Lutz, dem Musiker und Komponisten Michael Kiediasch und dem Designer Axel Kufus erprobten sie "Neue Formen der Zusammenarbeit".


Workshop Musik/Design
Materialklang – Klangmaterial | Formklang – Klangform | Raumklang - Klangraum

Jedes Material, jede Form, jeder Raum trägt einen Klang in sich. Neben Klängen die sich leicht offenbaren, wie z.B. der einer Saite, gibt es viele, die erst entdeckt, erforscht werden wollen. Wie z.B. klingt die ZU? Welche Klänge sind im Gebäude leicht zu finden, wo ruhen welche im Verborgenen? Möglichst viele dieser Klänge aufzuspüren ist ein Motiv des Workshops bei Michael Kiedaisch. Dazu kommen die Klänge herkömmlicher Instrumente, gespielt von den teilnehmenden Studierenden.

Mit den Mitteln der freien Improvisation werden alle diese Klänge zusammen erforscht und musikalisch gestaltet, mit dem Ziel einer gemeinsamen Abschluss-Klangperformance. Das Konzept der freien Improvisation löst hierarchische Strukturen in der Musik auf und ermöglicht den gleichberechtigt Musizierenden in dynamischen Prozessen immer wieder sich neu ergebende Klanggebilde zu schaffen. Neue Formen der Zusammenarbeit werden auf diese Weise erprobt.

Der Workshop von Prof. Axel Kufus näherte sich der Frage umgekehrt. Also welche Form, welches Design mit welchem Klang, mit welcher Musik korrespondiert. Auch hier wurden die Räumlichkeiten der ZU mit vorhandenen und aufgefundenen Materialien unter die Lupe genommen.


Workshop Yoga/Design

Basic Postures and Site Specific Structures – When Meaning Becomes Object


Neue Formen der Zusammenarbeit entstehen automatisch wenn man sich von vermeintlichen Gemeinsamkeiten trennt.

Um zusammenarbeiten zu können, teilt man einen gemeinsamen Gedankenraum.
Wenn mein eigener Raum vollgestellt ist mit meinen Gewohnheiten, Konzepten und Vorstellungen bleibt kein Raum für den Raum des Anderen. Zusammenarbeit ist also die Entleerung des eigenen Raums, sodass eine gemeinsame räumliche Schnittmenge entstehen kann.

Im Yoga entsteht die Entleerung direkt und über die Verneinung („Delete-Taste“), während im kreativen Prozess die alten Gedankenmuster in der spielerischen Präsenz sublimiert werden. Der Geist kann nicht 2 Dinge gleichzeitig denken. Wenn ich mich also auf das unbekannte Spiel einlasse, wird automatisch das bekannte Muster für den Moment ausgeblendet.

Aufbauend auf diesen Überlegungen ist die Aneignung von Orten durch Yoga-Praxis in Verbindung mit ortsspezifischen Strukturen Thema des Moduls „Yoga und Design“.

| Erlernen der 12 Grundpositionen (Asanas) des klassischen Hatha Yoga
| Umgang, Positionierung und Anwendung der Asanas im Raum
| Suche nach spezifischen Orten, die architektonisch reizvoll, schwer zugänglich und

  oder für die Asana-Praxis herausfordernd sind
| Verlagerung der Asanas an die ausgewählten Orte

| Konstruktion von orts- und körperspezifischen Strukturen, welche die Verortung der

  Asanas praktisch ermöglichen


Bei der Herstellung der Strukturen spielen skulpturale und ästhetische Qualitäten eine wichtige Rolle. Zur Fertigung der Strukturen stand eine Plane des Künstlers Christoph Faulhaber zur Verfügung, mit der er 2015 die Rote Flora in Hamburg verhüllte.

Spring Term 2016

Im Spring Term 2016 waren der Künstler und Körpertrainer Immanuel Grosser, der Designer Dominik Lutz und die Künstlerin und Filmemacherin Margit Czenki bei uns zu Gast.


Thema des Workshops "Basic postures and site specific structures" war die Aneignung von Orten durch Yoga-Praxis und ortsspezifische Strukturen.


  • Erlernen der 12 Grundpositionen (Asanas) des klassischen Hatha Yoga
  • Umgang, Positionierung und Anwendung der Asanas im Raum
  • Suche nach spezifischen Orten, die architektonisch reizvoll, schwer zugänglich und /   oder für die Asana-Praxis herausfordernd sind
  • Verlagerung der Asanas an die ausgewählten Orte
  • Konstruktion von orts- und körperspezifischen Strukturen, welche die Verortung der Asanas praktisch ermöglichen

Bei der Herstellung der Strukturen spielten skulpturale und ästhetische Qualitäten eine wichtige Rolle. Zur Fertigung der Strukturen standen Holzlatten, Schrauben, Stretchfolie und Werkzeug zur Verfügung.


Im Workshop "Videofilm" gab es zunächst eine kleine Einführung mit Filmbeispielen. Die Studierenden bildeten kleine Impro-Teams und  bekamen einige strenge Vorgaben, um die theoretisch endlosen Möglichkeiten des Mediums Film ein wenig einzugrenzen. Anhand von Material, das Margit Czenki mitbrachte, entwickelten die Studierenden Assoziationen, Bilder oder Geschichten und schließlich ein kleines Video.

Fall Term 2015

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Spring Term 2015

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Fall Term 2014

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Spring Term 2014

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Fall Term 2013

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