Die Zeppelin Universität setzt ihre Reihe BürgerUniversität in diesem Frühjahrssemester mit der neuen Intendantin der Bregenzer Festspiele Lilli Paasikivi fort.
Im Gespräch mit Professor Dr Martin Tröndle, Inhaber des WÜRTH Lehrstuhls für Kulturproduktion an der ZU, und dem studentischen Vizepräsidenten Till Burberg geht es um die Anziehungskraft und Zukunft der Bregenzer Festspiele, die Magie der Oper und deren Stellenwert in der Gesellschaft und natürlich Lilli Paasikivis Aufgaben und Ziele.
Die 1965 in Finnland geborene Lilli Paasikivi führt seit 2024 als Intendantin die Bregenzer Festspiele. Als Mezzosopranistin und Kulturmanagerin verfügt sie über umfassende und breitgefächerte Erfahrungen in der Welt der klassischen Musik. Von 1998 bis 2013 war sie Ensemblemitglied an der Finnischen Nationaloper in Helsinki und gastierte überdies als Solistin bei führenden Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, den Berliner Philharmonikern, den New Yorker Philharmonikern und dem London Symphony Orchestra. Ferner war sie an der Organisation und Gründung zweier Sommerfestivals in Finnland beteiligt. Von 2013 bis 2023 war sie künstlerische Leiterin der Finnischen Nationaloper in Helsinki. Im Zentrum ihrer Tätigkeit stand dort die Verbindung verschiedenster Kunstformen sowie die Entwicklung innovativer Programmschienen, die mit neuen Technologien experimentierten.
Der erste Bregenzer Festspielsommer unter der Leitung von Lilli Paasikivi wurde 2025 mit der Oper im Festspielhaus „Œdipe“ eröffnet. Als Spiel auf dem See im Sommer 2025 war ein weiteres Mal „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber zu sehen. Im kommenden Sommer nun, in dem die Bregenzer Festspiele auf ihr 80-jähriges Bestehen zurückblicken, steht die Oper „La traviata“ von Giuseppe Verdi auf dem Spielplan. Außerdem bereichern neue Formate das Programm: So werden beispielsweise interaktive Elemente wie „Singalong“-Übungs-Audios für das Publikum angeboten, um die Einbindung der Zuschauerinnen und Zuschauer zu erhöhen. Und für die Spielzeiten 2028 und 2029 wurde bereits Richard Wagners „Der fliegende Holländer“ als Spiel auf dem See angekündigt.